Fachwissen

Wissenswertes zur beruflichen Vorsorge sowie nützliche Links rund um die Themen Vorsorge und Versicherungen.

3-Säulen-Konzept

Das Vorsorgesystem der Schweiz beruht auf drei Säulen: der staatlichen (1. Säule), der beruflichen (2. Säule) und der privaten Vorsorge (3. Säule). Diese drei Säulen werden unter dem Oberbegriff 3-Säulen-Konzept zusammengefasst und haben zum Ziel, den gewohnten Lebensstandard im Alter, bei Invalidität und im Todesfall für sich oder die Hinterbliebenen aufrechtzuerhalten.

1. Säule
Zur staatlichen Vorsorge zählen die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) sowie die Invalidenversicherung (IV). Zusammen mit allfälligen Ergänzungsleistungen (EL) soll die obligatorische 1. Säule den Existenzbedarf im Alter, bei Invalidität oder im Todesfall sichern. Die AHV existiert seit dem 1. Januar 1948. Obligatorisch versichert sind alle in der Schweiz wohnhaften oder in der Schweiz erwerbstätigen Personen sowie Schweizer Bürger im Ausland, die im Dienste der Eidgenossenschaft tätig sind.

2. Säule
Die berufliche Vorsorge und die Unfallversicherung bilden die 2. Säule. Das BVG trat am 1. Januar 1985 in Kraft. Zusammen mit der staatlichen Vorsorge soll die berufliche Vorsorge die Weiterführung des gewohnten Lebensstandards im Alter, bei Invalidität oder im Todesfall garantieren. Dem BVG obligatorisch unterstellt sind sämtliche AHV-pflichtigen Arbeitnehmer ab dem 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahrs mit einem AHV-Jahreslohn von über CHF 21'150 (Stand 2017). Bezüger von Taggeldern der Arbeitslosenversicherung (ALV) unterstehen für die Risiken Tod und Invalidität ebenfalls der obligatorischen Versicherung. Auslandschweizer und Selbständigerwerbende können sich dem beruflichen Vorsorgegesetz freiwillig unterstellen. Das BVG ist ein Rahmengesetz mit Mindestvorschriften. Während das BVG die Risiken Invalidität und Tod durch Krankheit sowie die Kapitalbildung für das Alter versichert, regelt das Unfallversicherungsgesetz (UVG) die Leistungen im Invaliditäts- und Todesfall durch Unfall sowie die Heilungskosten nach einem Unfall.

3. Säule
Die 3. Säule ermöglicht, individuelle Vorsorgelücken gezielt zu schliessen. Im Unterschied zum herkömmlichen Sparen ist sie unter gewissen Bedingungen steuerlich begünstigt. In der privaten Vorsorge wird zwischen der gebundenen (Säule 3a) und der freien Vorsorge (Säule 3b) unterschieden. Der Bund unterstützt die Säule 3a mittels Massnahmen in der Steuerpolitik und der Wohneigentumsförderung.