WohneigentumWEF-Vorbezug

WEF-Vorbezug

Bei einem Vorbezug im Rahmen der Wohneigentumsförderung beziehen Sie Ihr gesamtes oder einen Teil Ihres Alterssparkapitals aus Ihrer beruflichen Vorsorge.

Durch den WEF-Vorbezug steht Ihnen mehr Eigenkapital zur Verfügung und Sie benötigen weniger Fremdkapital (Hypothek). Demzufolge sinkt Ihre Zinsbelastung, und es resultieren weniger Schuldzinsen, die steuerlich absetzbar sind. 

Vor- und Nachteile des Vorbezugs

Der Entscheid, auf Kapital aus der Pensionskasse zurückzugreifen, sollte wohlüberlegt sein. Informieren Sie sich nachfolgend über die Vor- und Nachteile des Vorbezugs.

Vorteile

  • Erhöhung der Eigenmittel
  • Reduktion der Hypothekarbelastung
  • Geringere Schuldzinsen
  • Steuerprogression kann durch den Vorbezug gebrochen werden, falls bei der Pensionierung ein Kapitalbezug geplant ist oder gemäss Pensionskassenreglement einer vorgesehen ist (Kapitalauszahlung der Guthaben in den Spargefässen Alterskapital und Alterskapital-Zusatzkonto).

Nachteile

  • Sofortige Besteuerung des bezogenen Betrags
  • Reduzierte Altersrente bei der Pensionierung, tiefere Hinterlassenenleistungen 
  • Geringere vom steuerpflichtigen Einkommen abziehbare Schuldzinsen
  • Rückzahlungspflicht, wenn das Kriterium «selbst bewohntes Wohneigentum» nicht mehr erfüllt ist
  • Keine steuerwirksamen Einkäufe in die Pensionskasse möglich, bis der Vorbezug zurückbezahlt wurde

Höhe des Vorbezugs

Wie viel Vorsorgegeld Ihnen für die Wohneigentumsförderung zur Verfügung steht, ist auf Ihrem persönlichen Versicherungsausweis unter «möglicher Betrag für Wohneigentum» ausgewiesen. Grundsätzlich gilt bei einem WEF-Vorbezug Folgendes:

  • Bis Alter 50 können Sie Ihr gesamtes Alterssparkapital vorbeziehen.
  • Ab Alter 50 können Sie höchstens den Betrag im Alter 50 oder die Hälfte Ihres aktuellen Alterssparkapitals vorbeziehen. Das höhere Guthaben ist massgebend.
  • Der Mindestbetrag für einen Vorbezug beträgt CHF 20’000. Erwerben Sie Anteilscheine von Wohnbaugenossenschaften oder ähnliche Beteiligungen, gilt der Mindestbetrag nicht.

Vorgehen bei einem Vorbezug

Wenn Sie einen Vorbezug tätigen möchten, erstellen wir für Sie eine Berechnung, die Ihre persönliche Vorsorgesituation vor und nach einem Vorbezug ausweist. Bitte teilen Sie uns für die Berechnung die Höhe des Vorbezugs sowie das voraussichtliche Auszahlungsdatum mit. Zudem erhalten Sie von uns die notwendigen Formulare, falls Sie Ihren Vorbezugswunsch in die Tat umsetzen möchten.

Zur Überprüfung des Verwendungszwecks benötigen wir Kopien folgender Unterlagen:

Bau von Wohneigentum

  • Bank-/Gläubigerbestätigung
  • Öffentlich beurkundeter Kaufvertrag
  • Unterzeichneter Werk-/Bauvertrag
  • Vorbezugsbegehren im Doppel

Kauf von Wohneigentum

  • Bank-/Gläubigerbestätigung
  • Öffentlich beurkundeter Kaufvertrag
  • Unterzeichneter Kreditrahmenvertrag/Finanzierungszusage der Bank
  • Vorbezugsbegehren im Doppel

Amortisation von Hypothekardarlehen

  • Bank-/Gläubigerbestätigung
  • Grundbuchauszug (nicht älter als drei Monate)
  • Hypothekarkontoauszug der Bank
  • Bankverbindung (kreditgebende Bank)
  • Vorbezugsbegehren im Doppel

Wertvermehrende Investitionen

  • Bank-/Gläubigerbestätigung
  • Grundbuchauszug (nicht älter als drei Monate)
  • Kostenvoranschlag des Generalunternehmers
  • Bei einer Finanzierung durch kurzfristige Erhöhung der Hypothek zusätzlich dieselben Unterlagen wie bei «Amortisation von Hypothekardarlehen»
  • Vorbezugsbegehren im Doppel

Beteiligung

  • Bei einem Erwerb von Anteilscheinen an Wohnbaugenossenschaften oder ähnlichen Beteiligungen kontaktieren Sie bitte unsere Vorsorgeberaterinnen oder Vorsorgeberater.

Kosten

Wenn Sie einen Vorbezug tätigen, stellen wir Ihnen die im Zusammenhang mit der Eintragung im Grundbuch entstehenden administrativen Kosten in Rechnung. Diese betragen CHF 200 bei einem Vorbezug aus dem Rentensparen beziehungsweise aus dem Kapitalsparen.